Das deutsche Arbeitsrecht steht vor einer der groessten Umwaelzungen seit Jahrzehnten. Ab 2026 treten zwei zentrale Reformen in Kraft: die verpflichtende elektronische Arbeitszeiterfassung und der Wechsel von der taeglichen zur woechentlichen Hoechstarbeitszeit.

Die zwei Saeulen der Arbeitszeitreform 2026

Die Reform besteht aus zwei Kernelementen:

  • Elektronische Zeiterfassungspflicht: Arbeitgeber muessen die Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter kuenftig digital erfassen.
  • Woechentliche Hoechstarbeitszeit: Statt der bisherigen taeglichen Grenze von 10 Stunden gilt kuenftig eine woechentliche Obergrenze von 48 Stunden.

Elektronische Zeiterfassung: Was Pflicht wird

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat bereits 2022 festgestellt, dass Arbeitgeber verpflichtet sind, ein System zur Erfassung der Arbeitszeit zu implementieren.

Was bedeutet elektronische Zeiterfassung?

Es reicht nicht mehr aus, Arbeitszeiten in handschriftlichen Stundenzetteln zu dokumentieren. Gefordert ist ein elektronisches System.

Wer ist betroffen?

Die Pflicht zur elektronischen Zeiterfassung gilt fuer alle Arbeitgeber in Deutschland.

Woechentliche statt taegliche Hoechstarbeitszeit

Bisher galt: 10 Stunden pro Tag. Ab 2026 werden 48 Stunden pro Woche (im Durchschnitt ueber 6 Monate) gerechnet.

Vorbereitung: So sind Sie ready fuer 2026

Die Arbeitszeitreform 2026 erfordert Investitionen in Technologie und Prozesse.

1. Systemauswahl treffen

Pruefen Sie, ob Ihre aktuelle Zeiterfassung den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

2. Arbeitsvertraege pruefen

Ueberpruefen Sie bestehende Arbeitsvertraege auf Regelungen zur Arbeitszeit.

3. Mitarbeiter informieren

Informieren Sie Ihre Mitarbeiter fruehzeitig ueber die anstehenden Aenderungen.

Fazit: Jetzt handeln

Die Arbeitszeitreform 2026 kommt. Mit der richtigen Software sind Sie gut vorbereitet.